Verführerischen Garten Herr/Frau Nachbar haben sie da

Was gut für dich, das gut für dich

Das gut für mich?

Ich fühl mich gut, das fühl nur ich.

Das fühlst du nich.

Doch fühlst du’s wohl fühl’s nich nur ich, das ‚fühl

Vom viel verführerisch.

Das Grün von Nachbars Garten.

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Kindheitserinnerung I

Die Atmosphäre war voll

Gold, glitzernem Staub.

Alle Köpfe und Schultern

Wie im Herbstfall belaubt.

Funkel und warmherz‘

Feuer und Brennholz

Wolle und Oma

Silbern gelockt,

Mit gläsernen Kelchen,

Äpfelnen Säften

Selbst die porzellan Tassen

Gefüllt mit Getränken.

Umhüllt mit Geschenken

Und Düften und schwelgend

Geh ich zum Fenster,

Blick auf und was glänzt da!

Der Dank.

Arbeit

Arbeit ist gut

Arbeit setzt

Die Maschine in gang.

In gang gesetzt

Die Maschine

Setzt die Maschinerie in gang.

Arbeit ist Arbeit

Gute Arbeit.

Ist gute Arbeit; gute Arbeit.

Schlechte Arbeit,

Ist Arbeit.

Setzt die Maschinerie in die Maschine

Setzt die Maschine in gang.

Danke. Danke schlechte

ARBEIT.

Danke gute Arbeit

Setzt den Gang in die Maschinerie

Setzt die Maschinerie in gang

Setzt die Maschine in gang.

Arbeit.

Wohlwollende Ideen

Am Puls der Zeit. In unserer Empfindung und unseren Gefühlen gesteuert von Social Algorithmen (Neue Updates werden uns im Kollektiv glücklicher machen).

Der Mensch, der kronische Sinnsucher, welchen Sinn suchen wir wenn wir durch die Türschwelle in die Stadt eintreten? Und welchen Sinn suchen wir mit unseren kleinen freundlichen Mobilbegleitern?

Einen Sinn den man hoffentlich klustern kann – einen unsichtbaren Punkt ausmachen kann um den sich Punkte scharen (individuen). Fiktive Soziale Gravitationen?

Die Welt verstehen und zwar nicht wie die vorherigen Generationen es taten.

Die alten Schemata verfolgen, das etablierte verehren, die Masken unserer Ahnen tragen – und so müssen wir doch auf dem Aufbauen was es gibt. Weiser in der Vergangenheit – Weiser in die Zukunft gerichtet blicken.

Eine Umwelt schaffen, die Umwelt schafft. Uns kreiert und inspiriert.

Selbstentfaltung – „Ich als jemand besonderes“: Ist nicht Jede/Jeder besonders?

Ich fühle mich so. Jeder ist besonders. Doch fühlt Jeder so, dass Jeder besonders ist? Und wenn es nicht so ist, wen macht dass dann besonders.

Besorgnis: Wenn ich mich nicht entfalten kann. Entfalten von meiner Raupengestalt, meinem Kokon, mir als Schmetterling – und noch weitergedacht-, wo soll ich dann jemals tief tauchen?

Kreativität ist dann doch nur der Fluch des Werden-Wollens.

Was mit dem Kreativen schaffen zwar einhergeht (im Moment), aber nichts mit Kreativität zu tun hat.

– Werden.

Zur sozialen Gravitation später mehr.

Wachsen (Haikululu)

Wahrheit liegt in der Verletzlichkeit;

In der Erkenntnis der Fehlbarkeit;

In der Verkenntnis der Perfektion;

Bist du wer solange du Ersetzbar bleibst?;

Oder bedarf es Veränderung zur Ehrbarkeit;

Ein hinterfragen der eigenen Religion;

Ein hinterfragen der Selbstkenntnis;

Einen neuen Keim aufblühen lassen;

Wachsen.

Budapest

Farbenspiel. Reflexion.

Eine weiße Säule schimmert stark unter vieren.

Drei orangene abstufend in das Gelb. Sie verschwimmen.

Die Zeit ist am verrinnen und so wie vorbeigeht (am verinnern),

Ist alles so wie davor.

Der Fluss nimmt seinen Lauf wie die Zeit.

Getunkt in die Farbpinsel der Straßenlaternen.

Getunkt in die Lichter der Gewölbe von Hoheitsgebäuden.

Spitze Spitzen, solche die Zaarentürme besitzen –

Besitzen die verflossenen Lichter auf dem Donau-Wellengang.

Angemalte Blumen nach einem Wolkenbruch

Nebel im Innenhof

Der Regen ist los

Von wegen Chaos

Er bringt Frieden und Ruh‘.

Du wirst nass, du wirst nass.

Trocken ist normal,

Die Maske wisch‘ ab,

Durch Regentropfenkraft.

Die Erde einst bedeckt‘,

Eine Staubkruste,

Sie zerbrach – bewusst.

Die Erde war versteckt.

Unter der Wolkenschicht,

Sie schütze vor Licht,

Regen-staubverwischt,

Was wird dort offen-sicht?

Der Sahara Sand treibt,

Weibliche Natur

– mit einer Gießkanne gegossenes Frettchen.

Die Wüstenblume keimt.

– nicht wie die Blume scheint.

Weder Duft noch Farbe.

Denn sie verläuft im Rinnsaal.

Im Rinnsaal ihrer Tage.

Shortstory Saturday: Fabrik

Gekleidet in schwarz, von den isolierenden schwarzen Gummistiefeln, Gummihose zum Annorak bis über das Haar hin zur Mütze, die die schwarzen stacheligen Haare verbarg. Unrasiert, mit Kotletten und am Ohr ein schwarzes Plug. Emilio starrte auf die schwarzberusten schwarzen Sicherheitshandschuhe. Stille, ein Moment voller nichts und dann „Pressen“, brüllte eine Stimme gegen seinen Rücken. „Pressen habe ich gesagt, bist du Taub?“, er, Vorarbeiter West packte ihn an der Schulter und drehte Emilio um 180° mit dem Gesicht zu sich. „Presse…“, Emilios würdige Augen waren Pinnadelklein, weiß und ohne Ausdruck. „Herr Hefaistoi, sind sie da? Geht es ihnen gut?“, kam nun besorgniserregt aus dem Mund des Vorarbeiters West.

„Ich war gerades nur irgendwie..“, antwortet Emilio stotternd, kurz vor seiner Unterbrechung.

„Pressen habe ich gesagt und dass ich mich nicht noch einmal wiederholen muss“.

Daraufhin machte sich der junge, stark gebaute Emilio zusammengerafft wieder an die Arbeit. Ein Kollege Emilios, ebenfalls Uniform hatte sich mittlerweile den Feierabend verdient. „Harte Arbeit zahlt sich aus Bruder“, sprach seine Müde Stimme ächzend zu Emilio bevor er das Gebäude verließ. „Leif“, dachte sich Emilio, „Leif hat jetzt frei. Leif geht jetzt sicher gemütlich auf dem Nachhauseweg ein Feierabendbier am Büdchen kaufen und kann dann Zuhause entspannt vor dem Sessel die neue Folge …“, schwelgend in Gedanken und sich nach der zuhauselichen Auszeit sehnend betätigte Emilio einen Hebel. Sein Job war es zu warten bis ein Werkstück die Presse erreichte, fortfolgend den ersten Hebel Umzulegen und danach den Selbigen wieder zu lösen. Um die vorher runtergestampfte Presse wieder hochzufahren und sie in ihre Ausgangsposition zu bringen. Hebel wieder hochlegen, so dass die Presse wieder hoch fährt. Und erst dann sieht Er wann der nächste Pressvorgang wieder initiiert werden darf. Wenn das selbe gelbe Licht des Monitors sich also grün färbt, beginnt erneut der Vorgang.

„Nurnoch sieben weitere Stunden“, erwartete Emilio hoffnungsvoll. Und er presste, presste und presste, bis es nur noch sechs Stunden waren, fünf Stunden waren, vier Stunden waren. Souverän presste er, im Flusse der Manufaktur gefesselt, bis eine Sirene sein werken Unterbrach. Ein schrilles Läuten, drei mal. Laut wie ein Bohrhammer spaltete es seine Ohren bis zur Schmerzensgrenze. Turbulent ragte Emilios Hals aus der Maschinerie hervor, die Pause schlug an, fünfzehn Minuten Zeit für die Dosis Nikotin. Eine Zigarette um die Dröhnung seines Kopfes zu verschmerzen. Ausgelaugt und blass waren seine Mitarbeiter, allesamt bedürftig einer Pause. Ausgebrannt, ausgestanzt wie die Maschinenteile selbst.

Hier am Pausenhof wurde ausgetauscht, das letzte Fußballspiel, wer hatte es gewonnen? Wer war der nächste Kanzlerkanditat des Stammtisches, wer hatte das Zeug dazu? Von der Runde Kollegen war es Manni, er parolierte nach sechs oder sieben Bier wie eine Enzyklopädie der Heutigkeit . „Hier waren wir und ihr seit da“. Die Kippenpause war vorbei und die Mannschaft machte sich zurück zur Arbeit. Von Energie fast so strotzend erfriffen sie die Maschinen tat-sachlich. Und erneut ergriff Emilio den Hebel, wäre dieser ein Stein gewesen, würde Emilio ihn brechen, doch er hebelte ihn weil er ein Hebel war. Drei Stunden und vierzig Minuten. Zwei Stunden und vierzig Minuten. Zwei Stunden. faustfangend ergriff ihn nun Elan den Hebel zu hebeln doch kurz darauf passierte es, der Hebel klemmte. Emilio war außer sich, es war als sei die Zeit stillgestanden seit 3000 Jahren. Er hörte nichts mehr und spürte nur den kalten Schweiß über seinen nackten Körper schimmern, kribbeln und gleiten. Eingefroren, vereist, kälte. Er kam wieder zu sich, der Vorarbeiter starrte ihn mit Besorgnis erregten Augen an. „Pressen!“. Und der Kreislauf beginnt von vorne.

Die Ich-Perspektiven-Schließung

Die Hitze im Raum stieg, die Fenster waren zugeklebt.

War das Leben verlebt? Das Wachs schmolz runter wandeswegs,

Der Witz der Laune siegt und lacht über den Stolz des Rehs.

Das Reh wirft sein Geweih ab, Geschossen in den Kopf, da stehts.

Das Blut tropft aus dem Ohr, blinzelnd glänzt das Kanonenrohr.

Aus dem Kamin empor, ein Rauchschwall bildet dort ein Tor,

Was uns trennt – Außenwelt, das innere geht vor vor vor.

Ein weit’rer heit’rer Schritt, doch trennt sich hier das Dir vom Thor.

Das dir vom mir, Ich komm zu mir. Und du bist fort, am selben Ort.

Kondensierung

Zeitweilens ist es die Einsamkeit die uns den Regen schmackhaft macht.

Den Regentropf‘ der das Leid antreibt, die Wolken mit dem Göttersaft.

Ja wirklich nur in Zweisamkeit, ist’s Regen wenn die Sonne lacht.

Ist’s Sonne wenn der Regen prasst, scheint Sonne in der Tiefenpracht.

Ein Rinnsaal, schwimmt im riesen Bach, in einem Riss der Liebesnacht,

Verschwimmt im tief, das Wasser flach, der Himmel jedoch ungefasst,

Ist höher als das Meere tief und jene Nacht in der es schlief,

Schlummerte es im Tageshell. Ein Bach, der stieg ins Himmelszelt.