Verführerischen Garten Herr/Frau Nachbar haben sie da

Was gut für dich, das gut für dich

Das gut für mich?

Ich fühl mich gut, das fühl nur ich.

Das fühlst du nich.

Doch fühlst du’s wohl fühl’s nich nur ich, das ‚fühl

Vom viel verführerisch.

Das Grün von Nachbars Garten.

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Der Zweck des Menschen

Und es draußen schüttet,

Die Vögel balzen

Nass im Regen

Ist der blasse Schimmer

Wolkenkranze

Saat und gebe

Zartes frisches, wunderliches

Gedankenergießen

Im Tale der Wege.

Im Tale des Wissens um nichts

Warum sind wir hier?

Im Sarge des Lebens

Zwecks Zwecklosigkeit

Schon vor lang gepredigt

Spricht die Narbe der Erfahrung.

Doch Blütentropfen der Himmelswolken prügeln es rein, ins bewusstsein

Das Regenwasser, kondensiert im Bergwalde, auf der Zunge zergehen.

Kindheitserinnerung I

Die Atmosphäre war voll

Gold, glitzernem Staub.

Alle Köpfe und Schultern

Wie im Herbstfall belaubt.

Funkel und warmherz‘

Feuer und Brennholz

Wolle und Oma

Silbern gelockt,

Mit gläsernen Kelchen,

Äpfelnen Säften

Selbst die porzellan Tassen

Gefüllt mit Getränken.

Umhüllt mit Geschenken

Und Düften und schwelgend

Geh ich zum Fenster,

Blick auf und was glänzt da!

Der Dank.

Die Schönheit der Individuen

Input – input – input.

Von überall kommt er, die Welt ist voll mit ihm. Fernseher, Radio. Smartphone, Laptop. Computer, Telefon. Chef, Cheffin, Angestellter, Menschen auf der Straße. Verkäufer bei Rewe, Verkäufer bei der Tankstelle, in den Einkaufszentren beim Weihnachtseinkauf. Und noch und noch und nöcher.

Input filtern, Input selektieren, Output kreieren. Sich nichts entgehen lassen. Seine Brille mit dem Fokus über das Geschehen gleitend aufnehmen und entscheiden: gut oder schlecht.

Man möge sagen, „ja, schön und gut!“, doch nein, lass das Geschehen schlecht sein. Unverbindlich, erneuerbar. Stets frisch.

Und nun, mit einem Gedanken der frische ans Werk. Kristallisieren was Glasklar ist, trüb erscheint.

Vereinigt euch Gedanken der Tat und vergesst alles andere. So würde Anarchie ausbrechen. Doch behält man im Hinterkopf die Schönheit der Individuen, was dann?

Der Regenguss aufs heisse Pflaster

Lederstuhl auf drehbarem Untersatz,

360°, purpur, matt.

Café heiss und erquickend, rote Tasse braune Flüssigkeit.

Wundersam diese Stille, Anblicke.

(Rauschen einer Baustelle im Hintergrund)

Wundersam das Vögelzwitschern.

Tag 400, Tag 1.

Frühstück Ende.

Ich ziehe mich an, die Wolken ziehen sich zu.

Der Regenguss aufs heisse Pflaster.

Doch kommt der Winter immer näher.

Verdrängung

„Verdrängung, Verdrängung höchsten Grades
Verführerische Gifte entweichen dem Hades.
Finden listig ihren Weg in Seele und Fleisch von Subkulturen,
In Bankern, Pennern, Studenten und Huren.
Versprechen einem den Himmel auf Erden,
Mit Ihnen kann man sich, so denkt man, von einer besseren Seite
kennenlernen.

Verdrängung, Verdrängung, Verdrängung
Die einen nennen es Freiheit, die wenigsten Verblendung.
Ein Wir- Gefühl, was soll das sein?
Man existiert und stirbt allein,
Wer will schon den kleinsten gemeinsamen Nenner,
Einzigartig sein, darauf bilde ich mir was ein.
Und doch macht uns Einsamkeit ängstlich,
Wenn keiner sieht wie ich bin, bin ich dann noch?
Wir werden vergessen, sind vergänglich,
Unsere Lebzeiten, in der Geschichte ein Loch.“

– Aloys aus Wilhelm Barons „Die Art wie Wir Leben

Choco Skincolour

Lady mit der Chocolate Skin Creme

Du siehst aus wie ein Magnum Eis.

Dicke Kruste über deinem Gesicht, die nicht der Realität entspricht.

Knackt die Schale wenn man hinein beißt?

Fällt man in eine Grube die mit Blättern getarnt für den Reinfall ist?

Du bist das wahre Abbild meiner Unsicherheit. Und du knackst.

Wie du zu sein erstrebenswert.

Wohlwollende Ideen

Am Puls der Zeit. In unserer Empfindung und unseren Gefühlen gesteuert von Social Algorithmen (Neue Updates werden uns im Kollektiv glücklicher machen).

Der Mensch, der kronische Sinnsucher, welchen Sinn suchen wir wenn wir durch die Türschwelle in die Stadt eintreten? Und welchen Sinn suchen wir mit unseren kleinen freundlichen Mobilbegleitern?

Einen Sinn den man hoffentlich klustern kann – einen unsichtbaren Punkt ausmachen kann um den sich Punkte scharen (individuen). Fiktive Soziale Gravitationen?

Die Welt verstehen und zwar nicht wie die vorherigen Generationen es taten.

Die alten Schemata verfolgen, das etablierte verehren, die Masken unserer Ahnen tragen – und so müssen wir doch auf dem Aufbauen was es gibt. Weiser in der Vergangenheit – Weiser in die Zukunft gerichtet blicken.

Eine Umwelt schaffen, die Umwelt schafft. Uns kreiert und inspiriert.

Selbstentfaltung – „Ich als jemand besonderes“: Ist nicht Jede/Jeder besonders?

Ich fühle mich so. Jeder ist besonders. Doch fühlt Jeder so, dass Jeder besonders ist? Und wenn es nicht so ist, wen macht dass dann besonders.

Besorgnis: Wenn ich mich nicht entfalten kann. Entfalten von meiner Raupengestalt, meinem Kokon, mir als Schmetterling – und noch weitergedacht-, wo soll ich dann jemals tief tauchen?

Kreativität ist dann doch nur der Fluch des Werden-Wollens.

Was mit dem Kreativen schaffen zwar einhergeht (im Moment), aber nichts mit Kreativität zu tun hat.

– Werden.

Zur sozialen Gravitation später mehr.

Spinat kommt nicht in mein Atelier

Wasser ist Saft, die Frucht ist das Meer.

Die Luft ist das Grammophon auf dem die Platte schwebt.

Der Backofen ist ready für die Pizza und die Pizza ist die Scheibe am Himmel.

Der Bouncer sagt vielleicht nein, doch versteht er Zweckmäßigkeiten nicht, oder doch?

Kühle Getränke aus der Schenke versus warme Heißgetränke im Winter, colorieren sie das Auto.

Ob schwarz oder blau. Gelb oder Grün, das lineare Spektrum vergisst keine Stimmung.

Keine Stimmung die wir nicht selbst aufzeichneten – physizizierten, etablierten und gegen eine Tafel wichsen.

Das Feld ist ein ewiger Anstieg von Kopfsalat hinauf in die Täler der kopflosen Spinatverkostungsmaschinen.

I ain’t Kopflos, but that might not be the case. And that wiederum ist der Grund warum ich keinen Spinat mag.

Nach dem Sturm

Der Wind ist eine zerstörerische Kraft. Wie er alles mit sich reißt was in seine Pranken kommt. Und das Meer war voll mit Ausbrüchen der Holzfassaden der Langhäuser. Treibgut welches an Land gespühlt und später als Brennholz dienen würde.

Daniels Schlaf offebahrte ihm in dieser windgepeitschten Nacht eine Eingebung im Traum. Auf einer gigantischen Schildkröte trieb er über das ruhige Meer. Eine Seemöwe kam von Richtig Westen und flog geradewegs auf Daniel zu. Sie landete mit Anmut vor dem großen starken jungen Mann und gab ein erschöpftes Geschrei von sich. Einen Moment später sprangen drei große rot gestreifte Steinfische auf den Schildkrötenrückrn und zappelten zur Möwe. Immer mehr und immer größere Fische kamen dazu. Daniel erschrack als er es mit seinen eigenen Augen sah. Die Möwe verwandelte sich in eine wunderschöne nasshaarige junge Frau. Daniel versuchte sie vor den Fischen zu beschützen, doch die nach und nach an größe zuwachsenden Feinde waren zu viel. Ein Hai öffnete sein reihenbesetztes Zerfleischermaul und

Daniel erwachte aus seinem Schlafe. An jenem Morgen waren die Schäden des gestrigen Sturmes deutlich zu erkennen. Verheerende Böen hatten über die Insel gestreift und die anderen Erwachsenen waren bereits mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Daniel jedoch sah etwas am Horizont, er konnte es nicht genau erkennen, drum rannte er in Schwindeseile zu seinem Boot. Es war aus einem Holzstamm geschnitzt und künstlerisch mit mythischen Kreaturen verziert worden. Schon auf dem Wasser bemerkte Daniel wie das Meer heute voll mit Fischen war. Die stürmischen Böen verwischten die Meeresströme, sie brachten viele Nährstoffe und Sauerstoff in die Fluten. So viele Fische wie heute hatte Daniel noch nie gesehen. Und was er dann am Horizont sah liess sein Gesicht leichen Blass in der Morgensonne erscheinen.

Was dein gut Pech dir ist,

Mag mein Leben reichen,

Wenn dein Wein wäss’rig ist,

Mag mein Herz erweichen.

Und die Liebe groß werden,

Die Liebe nicht die Grenze,

Der Vergänglichkeit: Sterben;

Wer muss, der muss am Ende.

Doch eine Schildkröte weit dort

In Morgensonn‘ am Horizont

schwimmt auf ihrer Reise fort

Nach dem Sturm durch Aug’s Ort.

Dann kennst du deine Reise

Und eine Möwe schwingt grazil

Ganz auf ihre Weise

Und landet auch auf dünnem Eise.