Hotel Bruno

Erinnern von Zeiten,

Leise und laut.

Ohne Bootsgeräusche im Hintergrund.

Ohne Kühlschrankgeräusche von Bürgerking.

Und ja, mit Technobunkersounda

Und Sonnenaufgangs Holz in drn Kamin.

Anders, sicher anders.

Anders schön,

Doch unvergleichbar.

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Lass das Wasser nicht ertrinken

Du liebst mich

Liebst mich ohne dass Ich gebe,

Ohne dass ich je etwas erwieder‘.

Keinen Ton, keinen Augenblick,

Pure Ehrlich-keit.

Kristallklares Rinnsaal

Von der Quell gespeist

Fließt den Berg hinab –

Ein leises Rauschen

Ein funkel Sonne

Am Schopfe meiner Trinkflasche Wasserstand.

Kindheitserinnerung I

Die Atmosphäre war voll

Gold, glitzernem Staub.

Alle Köpfe und Schultern

Wie im Herbstfall belaubt.

Funkel und warmherz‘

Feuer und Brennholz

Wolle und Oma

Silbern gelockt,

Mit gläsernen Kelchen,

Äpfelnen Säften

Selbst die porzellan Tassen

Gefüllt mit Getränken.

Umhüllt mit Geschenken

Und Düften und schwelgend

Geh ich zum Fenster,

Blick auf und was glänzt da!

Der Dank.

Schönheit I

Ein Nagel in der Wand

Am Nagel hängt ein Steak.

Ein Steak hängt an der Wand

In der Hand einen Hammer.

Im Gesicht ein lächeln

– welches sagt:“geschafft!“

Geschafft was?

Etwas geschaffen.

– welches sagt:“schön!“

Schönheit…

Er spricht aus seiner Seele

Ach wie schön dass niemand weiss,

Dass das Steak bald ein Erbe der Vergangenheit sein wird.

Ein Fleck an der Wand.

Schimmel.

Schön.

Verdrängung

„Verdrängung, Verdrängung höchsten Grades
Verführerische Gifte entweichen dem Hades.
Finden listig ihren Weg in Seele und Fleisch von Subkulturen,
In Bankern, Pennern, Studenten und Huren.
Versprechen einem den Himmel auf Erden,
Mit Ihnen kann man sich, so denkt man, von einer besseren Seite
kennenlernen.

Verdrängung, Verdrängung, Verdrängung
Die einen nennen es Freiheit, die wenigsten Verblendung.
Ein Wir- Gefühl, was soll das sein?
Man existiert und stirbt allein,
Wer will schon den kleinsten gemeinsamen Nenner,
Einzigartig sein, darauf bilde ich mir was ein.
Und doch macht uns Einsamkeit ängstlich,
Wenn keiner sieht wie ich bin, bin ich dann noch?
Wir werden vergessen, sind vergänglich,
Unsere Lebzeiten, in der Geschichte ein Loch.“

– Aloys aus Wilhelm Barons „Die Art wie Wir Leben

Arbeit

Arbeit ist gut

Arbeit setzt

Die Maschine in gang.

In gang gesetzt

Die Maschine

Setzt die Maschinerie in gang.

Arbeit ist Arbeit

Gute Arbeit.

Ist gute Arbeit; gute Arbeit.

Schlechte Arbeit,

Ist Arbeit.

Setzt die Maschinerie in die Maschine

Setzt die Maschine in gang.

Danke. Danke schlechte

ARBEIT.

Danke gute Arbeit

Setzt den Gang in die Maschinerie

Setzt die Maschinerie in gang

Setzt die Maschine in gang.

Arbeit.

„Das Laub raschelt!“

Da sagte jemand „Das Laub raschelt!“.

Hörst du nicht, „Das Laub raschelt!“

Verdammt nochmal „Das Laub raschelt!“

Junge „Das Laub raschelt!“

Weißt du nicht „Das Laub raschelt!“

Schau mal raus „Das Laub raschelt!“

Geh in den Wald, in die Berge, du wirst merken wie „Das Laub raschelt!“

Du Sommerkind „Das Laub raschelt!“

Der Auspuff brummte.

Nach dem Sturm

Der Wind ist eine zerstörerische Kraft. Wie er alles mit sich reißt was in seine Pranken kommt. Und das Meer war voll mit Ausbrüchen der Holzfassaden der Langhäuser. Treibgut welches an Land gespühlt und später als Brennholz dienen würde.

Daniels Schlaf offebahrte ihm in dieser windgepeitschten Nacht eine Eingebung im Traum. Auf einer gigantischen Schildkröte trieb er über das ruhige Meer. Eine Seemöwe kam von Richtig Westen und flog geradewegs auf Daniel zu. Sie landete mit Anmut vor dem großen starken jungen Mann und gab ein erschöpftes Geschrei von sich. Einen Moment später sprangen drei große rot gestreifte Steinfische auf den Schildkrötenrückrn und zappelten zur Möwe. Immer mehr und immer größere Fische kamen dazu. Daniel erschrack als er es mit seinen eigenen Augen sah. Die Möwe verwandelte sich in eine wunderschöne nasshaarige junge Frau. Daniel versuchte sie vor den Fischen zu beschützen, doch die nach und nach an größe zuwachsenden Feinde waren zu viel. Ein Hai öffnete sein reihenbesetztes Zerfleischermaul und

Daniel erwachte aus seinem Schlafe. An jenem Morgen waren die Schäden des gestrigen Sturmes deutlich zu erkennen. Verheerende Böen hatten über die Insel gestreift und die anderen Erwachsenen waren bereits mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Daniel jedoch sah etwas am Horizont, er konnte es nicht genau erkennen, drum rannte er in Schwindeseile zu seinem Boot. Es war aus einem Holzstamm geschnitzt und künstlerisch mit mythischen Kreaturen verziert worden. Schon auf dem Wasser bemerkte Daniel wie das Meer heute voll mit Fischen war. Die stürmischen Böen verwischten die Meeresströme, sie brachten viele Nährstoffe und Sauerstoff in die Fluten. So viele Fische wie heute hatte Daniel noch nie gesehen. Und was er dann am Horizont sah liess sein Gesicht leichen Blass in der Morgensonne erscheinen.

Was dein gut Pech dir ist,

Mag mein Leben reichen,

Wenn dein Wein wäss’rig ist,

Mag mein Herz erweichen.

Und die Liebe groß werden,

Die Liebe nicht die Grenze,

Der Vergänglichkeit: Sterben;

Wer muss, der muss am Ende.

Doch eine Schildkröte weit dort

In Morgensonn‘ am Horizont

schwimmt auf ihrer Reise fort

Nach dem Sturm durch Aug’s Ort.

Dann kennst du deine Reise

Und eine Möwe schwingt grazil

Ganz auf ihre Weise

Und landet auch auf dünnem Eise.

Wort zum Tage

Ein Wort zum Tage,

Ein Tage zum Wort.

Ein Wort der Inspiration

Verlegenheit und Kompromiss

Losigkeit und Freude

Champagner und Shrimps

Tellerrand tief

Versunken in Erbsensuppe

Mit Pfeffer und Salz

Und Gewürzwürfeln.

So ist das Leben

So ist das Gefühlen.

AFFENZAHN

Voll mit Spucke; randgefüllt

Durchgeknallt und angespuckt,

Kannste lugge, angespühlt

In der Flasche dich verzückt..

Eine Botschaft eingefüllt

Kurzgesagt ein heides Stück

Spricht vom Reichtum und von Geld.

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Wie dem Affen die Banan‘

Kletter hoch aus Baumes lust

Beiße mit des Affens Zahne