Kindheitserinnerung I

Die Atmosphäre war voll

Gold, glitzernem Staub.

Alle Köpfe und Schultern

Wie im Herbstfall belaubt.

Funkel und warmherz‘

Feuer und Brennholz

Wolle und Oma

Silbern gelockt,

Mit gläsernen Kelchen,

Äpfelnen Säften

Selbst die porzellan Tassen

Gefüllt mit Getränken.

Umhüllt mit Geschenken

Und Düften und schwelgend

Geh ich zum Fenster,

Blick auf und was glänzt da!

Der Dank.

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Die Schönheit der Individuen

Input – input – input.

Von überall kommt er, die Welt ist voll mit ihm. Fernseher, Radio. Smartphone, Laptop. Computer, Telefon. Chef, Cheffin, Angestellter, Menschen auf der Straße. Verkäufer bei Rewe, Verkäufer bei der Tankstelle, in den Einkaufszentren beim Weihnachtseinkauf. Und noch und noch und nöcher.

Input filtern, Input selektieren, Output kreieren. Sich nichts entgehen lassen. Seine Brille mit dem Fokus über das Geschehen gleitend aufnehmen und entscheiden: gut oder schlecht.

Man möge sagen, „ja, schön und gut!“, doch nein, lass das Geschehen schlecht sein. Unverbindlich, erneuerbar. Stets frisch.

Und nun, mit einem Gedanken der frische ans Werk. Kristallisieren was Glasklar ist, trüb erscheint.

Vereinigt euch Gedanken der Tat und vergesst alles andere. So würde Anarchie ausbrechen. Doch behält man im Hinterkopf die Schönheit der Individuen, was dann?

Schönheit I

Ein Nagel in der Wand

Am Nagel hängt ein Steak.

Ein Steak hängt an der Wand

In der Hand einen Hammer.

Im Gesicht ein lächeln

– welches sagt:“geschafft!“

Geschafft was?

Etwas geschaffen.

– welches sagt:“schön!“

Schönheit…

Er spricht aus seiner Seele

Ach wie schön dass niemand weiss,

Dass das Steak bald ein Erbe der Vergangenheit sein wird.

Ein Fleck an der Wand.

Schimmel.

Schön.

Arbeit

Arbeit ist gut

Arbeit setzt

Die Maschine in gang.

In gang gesetzt

Die Maschine

Setzt die Maschinerie in gang.

Arbeit ist Arbeit

Gute Arbeit.

Ist gute Arbeit; gute Arbeit.

Schlechte Arbeit,

Ist Arbeit.

Setzt die Maschinerie in die Maschine

Setzt die Maschine in gang.

Danke. Danke schlechte

ARBEIT.

Danke gute Arbeit

Setzt den Gang in die Maschinerie

Setzt die Maschinerie in gang

Setzt die Maschine in gang.

Arbeit.

Wohlwollende Ideen

Am Puls der Zeit. In unserer Empfindung und unseren Gefühlen gesteuert von Social Algorithmen (Neue Updates werden uns im Kollektiv glücklicher machen).

Der Mensch, der kronische Sinnsucher, welchen Sinn suchen wir wenn wir durch die Türschwelle in die Stadt eintreten? Und welchen Sinn suchen wir mit unseren kleinen freundlichen Mobilbegleitern?

Einen Sinn den man hoffentlich klustern kann – einen unsichtbaren Punkt ausmachen kann um den sich Punkte scharen (individuen). Fiktive Soziale Gravitationen?

Die Welt verstehen und zwar nicht wie die vorherigen Generationen es taten.

Die alten Schemata verfolgen, das etablierte verehren, die Masken unserer Ahnen tragen – und so müssen wir doch auf dem Aufbauen was es gibt. Weiser in der Vergangenheit – Weiser in die Zukunft gerichtet blicken.

Eine Umwelt schaffen, die Umwelt schafft. Uns kreiert und inspiriert.

Selbstentfaltung – „Ich als jemand besonderes“: Ist nicht Jede/Jeder besonders?

Ich fühle mich so. Jeder ist besonders. Doch fühlt Jeder so, dass Jeder besonders ist? Und wenn es nicht so ist, wen macht dass dann besonders.

Besorgnis: Wenn ich mich nicht entfalten kann. Entfalten von meiner Raupengestalt, meinem Kokon, mir als Schmetterling – und noch weitergedacht-, wo soll ich dann jemals tief tauchen?

Kreativität ist dann doch nur der Fluch des Werden-Wollens.

Was mit dem Kreativen schaffen zwar einhergeht (im Moment), aber nichts mit Kreativität zu tun hat.

– Werden.

Zur sozialen Gravitation später mehr.

Nach dem Sturm

Der Wind ist eine zerstörerische Kraft. Wie er alles mit sich reißt was in seine Pranken kommt. Und das Meer war voll mit Ausbrüchen der Holzfassaden der Langhäuser. Treibgut welches an Land gespühlt und später als Brennholz dienen würde.

Daniels Schlaf offebahrte ihm in dieser windgepeitschten Nacht eine Eingebung im Traum. Auf einer gigantischen Schildkröte trieb er über das ruhige Meer. Eine Seemöwe kam von Richtig Westen und flog geradewegs auf Daniel zu. Sie landete mit Anmut vor dem großen starken jungen Mann und gab ein erschöpftes Geschrei von sich. Einen Moment später sprangen drei große rot gestreifte Steinfische auf den Schildkrötenrückrn und zappelten zur Möwe. Immer mehr und immer größere Fische kamen dazu. Daniel erschrack als er es mit seinen eigenen Augen sah. Die Möwe verwandelte sich in eine wunderschöne nasshaarige junge Frau. Daniel versuchte sie vor den Fischen zu beschützen, doch die nach und nach an größe zuwachsenden Feinde waren zu viel. Ein Hai öffnete sein reihenbesetztes Zerfleischermaul und

Daniel erwachte aus seinem Schlafe. An jenem Morgen waren die Schäden des gestrigen Sturmes deutlich zu erkennen. Verheerende Böen hatten über die Insel gestreift und die anderen Erwachsenen waren bereits mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Daniel jedoch sah etwas am Horizont, er konnte es nicht genau erkennen, drum rannte er in Schwindeseile zu seinem Boot. Es war aus einem Holzstamm geschnitzt und künstlerisch mit mythischen Kreaturen verziert worden. Schon auf dem Wasser bemerkte Daniel wie das Meer heute voll mit Fischen war. Die stürmischen Böen verwischten die Meeresströme, sie brachten viele Nährstoffe und Sauerstoff in die Fluten. So viele Fische wie heute hatte Daniel noch nie gesehen. Und was er dann am Horizont sah liess sein Gesicht leichen Blass in der Morgensonne erscheinen.

Was dein gut Pech dir ist,

Mag mein Leben reichen,

Wenn dein Wein wäss’rig ist,

Mag mein Herz erweichen.

Und die Liebe groß werden,

Die Liebe nicht die Grenze,

Der Vergänglichkeit: Sterben;

Wer muss, der muss am Ende.

Doch eine Schildkröte weit dort

In Morgensonn‘ am Horizont

schwimmt auf ihrer Reise fort

Nach dem Sturm durch Aug’s Ort.

Dann kennst du deine Reise

Und eine Möwe schwingt grazil

Ganz auf ihre Weise

Und landet auch auf dünnem Eise.

Wachsen (Haikululu)

Wahrheit liegt in der Verletzlichkeit;

In der Erkenntnis der Fehlbarkeit;

In der Verkenntnis der Perfektion;

Bist du wer solange du Ersetzbar bleibst?;

Oder bedarf es Veränderung zur Ehrbarkeit;

Ein hinterfragen der eigenen Religion;

Ein hinterfragen der Selbstkenntnis;

Einen neuen Keim aufblühen lassen;

Wachsen.

Das Zwiegespräch

Dafür bist du nicht hier.

Wofür bist du also da?

Warum stehst du still und starr?

Motive; wegen dir.

Entscheidungen – gewählt.

Du wolltest den Weg gehn‘;

Wünsche, Träume und auch Feen,

Glaube – Realität?

Jetzt stehst du hier, voll Mut.

Die Sonne strahlt dein Haupte

Wort sprachst‘ keine Raute.

Es brennt in dir die Glut.

Sie brennt sich ein in dich,

Dass du Male von ihr trägst.

Und wenn es dich niederschlägt.

Dann denk an dieses Zwiegespräch.