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Der Regenguss aufs heisse Pflaster

Lederstuhl auf drehbarem Untersatz,

360°, purpur, matt.

Café heiss und erquickend, rote Tasse braune Flüssigkeit.

Wundersam diese Stille, Anblicke.

(Rauschen einer Baustelle im Hintergrund)

Wundersam das Vögelzwitschern.

Tag 400, Tag 1.

Frühstück Ende.

Ich ziehe mich an, die Wolken ziehen sich zu.

Der Regenguss aufs heisse Pflaster.

Doch kommt der Winter immer näher.

Schönheit I

Ein Nagel in der Wand

Am Nagel hängt ein Steak.

Ein Steak hängt an der Wand

In der Hand einen Hammer.

Im Gesicht ein lächeln

– welches sagt:“geschafft!“

Geschafft was?

Etwas geschaffen.

– welches sagt:“schön!“

Schönheit…

Er spricht aus seiner Seele

Ach wie schön dass niemand weiss,

Dass das Steak bald ein Erbe der Vergangenheit sein wird.

Ein Fleck an der Wand.

Schimmel.

Schön.

Verdrängung

„Verdrängung, Verdrängung höchsten Grades
Verführerische Gifte entweichen dem Hades.
Finden listig ihren Weg in Seele und Fleisch von Subkulturen,
In Bankern, Pennern, Studenten und Huren.
Versprechen einem den Himmel auf Erden,
Mit Ihnen kann man sich, so denkt man, von einer besseren Seite
kennenlernen.

Verdrängung, Verdrängung, Verdrängung
Die einen nennen es Freiheit, die wenigsten Verblendung.
Ein Wir- Gefühl, was soll das sein?
Man existiert und stirbt allein,
Wer will schon den kleinsten gemeinsamen Nenner,
Einzigartig sein, darauf bilde ich mir was ein.
Und doch macht uns Einsamkeit ängstlich,
Wenn keiner sieht wie ich bin, bin ich dann noch?
Wir werden vergessen, sind vergänglich,
Unsere Lebzeiten, in der Geschichte ein Loch.“

– Aloys aus Wilhelm Barons „Die Art wie Wir Leben

Arbeit

Arbeit ist gut

Arbeit setzt

Die Maschine in gang.

In gang gesetzt

Die Maschine

Setzt die Maschinerie in gang.

Arbeit ist Arbeit

Gute Arbeit.

Ist gute Arbeit; gute Arbeit.

Schlechte Arbeit,

Ist Arbeit.

Setzt die Maschinerie in die Maschine

Setzt die Maschine in gang.

Danke. Danke schlechte

ARBEIT.

Danke gute Arbeit

Setzt den Gang in die Maschinerie

Setzt die Maschinerie in gang

Setzt die Maschine in gang.

Arbeit.

Choco Skincolour

Lady mit der Chocolate Skin Creme

Du siehst aus wie ein Magnum Eis.

Dicke Kruste über deinem Gesicht, die nicht der Realität entspricht.

Knackt die Schale wenn man hinein beißt?

Fällt man in eine Grube die mit Blättern getarnt für den Reinfall ist?

Du bist das wahre Abbild meiner Unsicherheit. Und du knackst.

Wie du zu sein erstrebenswert.

Wohlwollende Ideen

Am Puls der Zeit. In unserer Empfindung und unseren Gefühlen gesteuert von Social Algorithmen (Neue Updates werden uns im Kollektiv glücklicher machen).

Der Mensch, der kronische Sinnsucher, welchen Sinn suchen wir wenn wir durch die Türschwelle in die Stadt eintreten? Und welchen Sinn suchen wir mit unseren kleinen freundlichen Mobilbegleitern?

Einen Sinn den man hoffentlich klustern kann – einen unsichtbaren Punkt ausmachen kann um den sich Punkte scharen (individuen). Fiktive Soziale Gravitationen?

Die Welt verstehen und zwar nicht wie die vorherigen Generationen es taten.

Die alten Schemata verfolgen, das etablierte verehren, die Masken unserer Ahnen tragen – und so müssen wir doch auf dem Aufbauen was es gibt. Weiser in der Vergangenheit – Weiser in die Zukunft gerichtet blicken.

Eine Umwelt schaffen, die Umwelt schafft. Uns kreiert und inspiriert.

Selbstentfaltung – „Ich als jemand besonderes“: Ist nicht Jede/Jeder besonders?

Ich fühle mich so. Jeder ist besonders. Doch fühlt Jeder so, dass Jeder besonders ist? Und wenn es nicht so ist, wen macht dass dann besonders.

Besorgnis: Wenn ich mich nicht entfalten kann. Entfalten von meiner Raupengestalt, meinem Kokon, mir als Schmetterling – und noch weitergedacht-, wo soll ich dann jemals tief tauchen?

Kreativität ist dann doch nur der Fluch des Werden-Wollens.

Was mit dem Kreativen schaffen zwar einhergeht (im Moment), aber nichts mit Kreativität zu tun hat.

– Werden.

Zur sozialen Gravitation später mehr.

Wie ist es zu sein?

Kannst du nicht sehen? Nicht fühlen, nicht hören? Nicht wissen? Wie es ist zu sein.

Sein in der Gabel der Entscheidung. Der Werdung, des Werdens des Gewordenen.

Folgen, verfolgen, ausgemustert. Sich im Wald versteckt, bei Nacht auf das Feld gerannt.

Wo wie die Morgensonne die Beamstrahlen vom UFO schienen. Und wo ist der Siziertisch gelandet?

Jemand wird dir sagen dass es keine UFOs gibt. Denn sie existieren nicht.

In der Realität.

Doch was existiert bist du. -sein.

Spinat kommt nicht in mein Atelier

Wasser ist Saft, die Frucht ist das Meer.

Die Luft ist das Grammophon auf dem die Platte schwebt.

Der Backofen ist ready für die Pizza und die Pizza ist die Scheibe am Himmel.

Der Bouncer sagt vielleicht nein, doch versteht er Zweckmäßigkeiten nicht, oder doch?

Kühle Getränke aus der Schenke versus warme Heißgetränke im Winter, colorieren sie das Auto.

Ob schwarz oder blau. Gelb oder Grün, das lineare Spektrum vergisst keine Stimmung.

Keine Stimmung die wir nicht selbst aufzeichneten – physizizierten, etablierten und gegen eine Tafel wichsen.

Das Feld ist ein ewiger Anstieg von Kopfsalat hinauf in die Täler der kopflosen Spinatverkostungsmaschinen.

I ain’t Kopflos, but that might not be the case. And that wiederum ist der Grund warum ich keinen Spinat mag.

„Das Laub raschelt!“

Da sagte jemand „Das Laub raschelt!“.

Hörst du nicht, „Das Laub raschelt!“

Verdammt nochmal „Das Laub raschelt!“

Junge „Das Laub raschelt!“

Weißt du nicht „Das Laub raschelt!“

Schau mal raus „Das Laub raschelt!“

Geh in den Wald, in die Berge, du wirst merken wie „Das Laub raschelt!“

Du Sommerkind „Das Laub raschelt!“

Der Auspuff brummte.

ZOB

Morgensonnne durchdring Kühle

Schatten fallen auf die Bühne

Das Geschehen am ZOB

Augen tränen „Ich muss geh’n“.

In ihrer Ganzheit schön und hässlig

Ruh‘ in Hektik – dein Taubengurr’n

Das Geschehen im zentralen

Netz der nicht lokalen.

Gut sein soll’s so, anders kanns nicht,

Einer wirft es, der andere hat dir Pfand sicht.

Sein ganzes Licht teil einer Kette,

Die golden strahlt – eine verdeckte.

In die Jahre gekommen, beklommen

Mit jedem Tag mehr Kaugummis gekommen.

Sie kleben und geben dein uns’rig Erleben

Wir spüren dich an den Schuhsohlenseelen.